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  • Erste Zwischenergebnisse der Studie ‚Individualisierter Unterricht mit Netbooks‘ der Universität Hamburg zum „Hamburger Netbookprojekt“
  • Netbook-Einsatz eröffnet vielfältige Möglichkeiten für eine Steigerung des individualisierten Lernens
  • Arbeiten mit Netbooks steigert die Motivation der Schüler
  • In Schulen muss heute mehr Medienkompetenzvermittlung stattfinden
  • Weitere Informationen zur Studie im PressKit - Der Intel basierte Classmate PC verfügbar

 

Feldkirchen, 16. Juni 2010 – Entsprechend den ersten Zwischenergebnissen einer unabhängigen Studie der Universität Hamburg wirkt der Einsatz von Netbooks im Unterricht auf Kinder motivierend und unterstützt das individualisierte Lernen. Außerdem zeigen die ersten Auswertungen, dass der veränderte Medienalltag der Schüler die verstärkte Vermittlung von Medienkompetenz bedingt. So nutzen fast 72 Prozent der befragten Grundschüler den PC in ihrer Freizeit zumeist alleine. Nur 8 Prozent aller befragten Schüler geben an, dass sie in der Schule am meisten über Computer- und Internetnutzung gelernt haben.
Die Studie wird unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Rudolf Kammerl, Professor für Medienpädagogik des Fachbereichs Erziehungswissenschaft an der Universität Hamburg, unter Mitarbeit von Lucia Müller durchgeführt und evaluiert den Modellversuch ‚Hamburger Netbookprojekt‘. Befragt wurden im laufenden Schuljahr 199 Grund- und 452 Sekundarschüler der teilnehmenden vier Grund- und 15 Sekundarschulen sowie die Lehrkräfte der insgesamt 37 beteiligten Klassen bzw. Kurse. Intel unterstützt dieses Projekt im Rahmen der Intel®
Bildungsinitiative, die unter anderem die Vermittlung von Medienkompetenz in der Schule fördert.

 

Individuelles Lernen und mehr Schüleraktivität
Fokus der Studie ist es, Erfolgskriterien und Voraussetzungen für die Nutzung von Netbooks zur Individualisierung des Unterrichts zu ermitteln. Kriterien für den individualisierten Unterricht sind unter anderem das Arbeiten an unterschiedlichen Aufgaben und die Wahl von Medien oder Materialien je nach Interessenschwerpunkt, Lernstil und Leistungsvermögen der einzelnen Schüler. Hinzu kommen das Schaffen zusätzlicher Hilfen für lernschwächere Schüler sowie ausreichend Zeit für die individuelle Unterstützung und Beratung. Im individualisierten Unterricht sollen Schüler aktiver in das Unterrichtsgeschehen eingebunden und besser unterstützt werden, selbstständig zu lernen.

 

Die Ergebnisse der Studie bestätigen den Ansatz in Hamburg: Mehr als die Hälfte der befragten Sekundarschüler meint, dass im Unterricht mit den Netbooks ihre Motivation, ihr Lerntempo und -stil sowie ihre Leistungen und Lernziele stärker berücksichtigt werden als vor Projektbeginn. 50 Prozent von ihnen geben an, von den Lehrkräften häufiger spezifisch unterstützt worden zu sein. Bei den Antworten zeigt sich, dass nicht nur das Gerät, sondern das didaktische Konzept der Lehrer eine zentrale Rolle spielt. Insgesamt ist der Unterricht mit den Netbooks durch eine hohe Schüleraktivität und Selbstständigkeit gekennzeichnet. Aufgrund ihrer Handlichkeit eignen sich Netbooks gut für Gruppen- und Einzelarbeit, da sie eine flexible Sitzordnung sowie das Lernen und Arbeiten außerhalb des Klassenraums ermöglichen. Als wichtigste Merkmale der Schülerrolle benennen die Befragten ‚Mitdenken und Fragen stellen‘, ‚eigene Lösungswege finden‘ und ‚mir den Inhalt selbst erarbeiten‘

 

Veränderter Medienalltag erfordert Vermittlung von Medienkompetenz
Computer und Internet spielen im Alltag von Kindern und Jugendlichen eine große Rolle. Dies spiegeln auch die Zwischenergebnisse der Studie wieder: Fast alle der befragten Dritt- und Viertklässler haben zuhause Zugang zu Computer (95 Prozent) und Internet (92 Prozent). Immerhin 15 Prozent der Acht- bis Elfjährigen nutzen den PC täglich, bei den Schülern der Jahrgangsstufen sechs bis 13 sind es bereits rund 60 Prozent. 89 Prozent der Sekundarschüler und ein Drittel der Grundschüler (32 Prozent) besitzen einen eigenen Computer. Eine überraschend geringe Bedeutung schreiben die Kinder und Jugendlichen der Schule bei der Aneignung von Medienkompetenz zu: Bei der Frage, wer ihnen am meisten über Computer- und Internetnutzung beigebracht hat, landet die Schule mit 8 Prozent auf dem vorletzten Platz; 20 Prozent der Grundschüler und über die Hälfte der Sekundarschüler (53 Prozent) sind der Meinung, sich ihr Wissen überwiegend selbst angeeignet zu haben.

 

Hier sieht Prof. Dr. Rudolf Kammerl, Professor für Medienpädagogik des Fachbereichs Erziehungswissenschaft an der Universität Hamburg, Handlungsbedarf: „Der sichere Umgang mit den neuen Medien ist heute eine zentrale Kulturtechnik – Medienkompetenz muss also in der Schule vermittelt werden. Dies wiederum erfordert eine entsprechende Anpassung der Lehr- und Lernmethoden. Wie in unserer jüngst veröffentlichten Expertise ‚Medienbildung – (k)ein Unterrichtsfach‘ gezeigt wurde, finden sich inzwischen zwar entsprechende Vorgaben zur Medienerziehung und Förderung der Medienkompetenz in den Lehrplänen aller Bundesländer, es mangelt jedoch an konkreten Hinweisen, wann und wie diese umgesetzt werden sollen. Hier müsste mehr Verbindlichkeit geschaffen werden.“

 

Mehr Freude am Lernen
Entsprechend erster Zwischenergebnisse der Studie motivieren Netbooks im Unterricht. So stimmen fast alle (90 Prozent) befragten Schüler zu Projektbeginn zu, sich auf den Netbook-Unterricht zu freuen. Auch einige Monate nach dem Start der Arbeit mit den Geräten äußern sich die Lehrkräfte positiv hinsichtlich einer gesteigerten Motivation seitens ihrer Schüler.

 

Das ‚Hamburger Netbookprojekt‘
Das ‚Hamburger Netbookprojekt‘ ist eine Initiative der Hamburger Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB), die das Projekt im Schuljahr 2009/2010 gemeinsam mit Kooperationspartnern wie Intel durchführt. Im Rahmen des Projekts kommen 630 Netbooks an insgesamt 19 Hamburger Schulen in den Jahrgangsstufen 3 bis 13 zum Einsatz. Die teilnehmenden Grundschulen arbeiten dabei mit den Intel basierten Classmate PCs. Ziel des Modellversuchs ist es, die individuelle Lernentwicklung der Schüler durch den Einsatz von Netbooks im Unterricht zu fördern. Wissenschaftlich begleitet sowie evaluiert wird das „Hamburger Netbookprojekt“ von der Universität Hamburg. Die vollständigen Auswertungen der Studie liegen voraussichtlich im Oktober dieses Jahres vor.

 

Die Intel Bildungsinitiative

Intel, das weltweit führende Unternehmen im Bereich Halbleiterinnovation, nimmt sich gesellschaftlicher Herausforderungen an und engagiert sich für die Verbesserung der Bildungsqualität. Die Intel Bildungsinitiative umfasst deshalb zahlreiche Förder- und Ausbildungsprojekte für Schüler, Studenten und Pädagogen bis hin zu Jungunternehmern. Die vielfältigen Projekte der Intel Bildungsinitiative zielen auf die Verbesserung von Lern- sowie Lehrmethoden an Schulen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen ab und ermöglichen den Zugang zu neuesten Technologien.

 

Darüber hinaus kooperiert die Intel Bildungsinitiative mit Regierungen und gemeinnützigen Organisationen. Intel  engagiert sich außerdem in der Initiative D21, Deutschlands größter  Partnerschaft zwischen Politik und Wirtschaft. Hannes Schwaderer,  Geschäftsführer und Managing Director Central Europe bei Intel, ist seit Januar  2009 Präsident der Initiative D21. Weitere Informationen zur Intel Bildungsinitiative.

 

Intel (NASDAQ: INTC), das weltweit führende Unternehmen in der  Halbleiterinnovation, entwickelt und produziert die grundlegende Technik für die  Computerprodukte unserer Welt. Weitere Informationen über Intel finden Sie im Newsroom und auf dem Intel-blog.

 

© 2010 Intel Corporation. Alle  Rechte vorbehalten.

* Intel und das Intel Logo sind  Marken der Intel Corporation in den USA oder anderen Ländern. Andere Marken oder  Produktnamen sind Eigentum der jeweiligen Inhaber.

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