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PressKit - Intelligente Technik für Transport und Verkehr

Intel entwickelt seit vielen Jahren Embedded-Lösungen für Bereiche wie Kommunikations- und Navigationssysteme im Auto (In-Vehicle Infotainment), Telematiklösungen oder intelligente Verkehrs- und Fahrzeugtechnik zur Vermeidung von Unfällen. Eines der aktuellen Embedded-Projekte ist die Telematik-Plattform Openmatics der ZF Friedrichshafen AG, die Intel als Technologie-Partner unterstützt. Zu sehen ist das Projekt auf der IAA für Nutzfahrzeuge in Hannover (23. bis 30. September 2010), Halle 17/ B17.

 

 

 


 

Die Welt der intelligenten Verkehrstechnik ist bunt: sie reicht von Elementen der Unterhaltungselektronik sowie Kommunikations- und Navigationssystemen im Auto (In-Vehicle Infotainment IVI) über Telematiklösungen bis hin zu intelligenter Verkehrs- und Fahrzeugtechnik zur Vermeidung von Unfällen. Intel entwickelt seit vielen Jahren moderne Embedded-Lösungen für all diese Bereiche und bietet mit den leistungsstarken und verbrauchsarmen Intel® Atom Prozessoren eine ideale Plattform.

 

In-Vehicle-Infotainment

Unterhaltungselektronik und moderne Kommunikationstechnologien gehören mittlerweile zum selbstverständlichen Inventar von Autos. Lösungen für das so genannte In-Vehicle Infotainment (IVI) umfassen Navigationssysteme mit Schnittstelle zu Verkehrsinformationen, mobile Kommunikation, Radio, MP3, DVD, Internetzugang und TV-Empfang.

 

Intel ist mit seiner Intel Atom Architektur die treibende Kraft beim Etablieren von standardbasiertem In-Vehicle Infotainment. Für die Intel Architektur gibt es nicht nur eine Vielzahl an Betriebssystemen, Anwendungen und Entwicklungstools, sondern sie können auch via WiFi, Bluetooth oder UMTS problemlos mit der Außenwelt kommunizieren.

 

Mit dem Low-Power Intel® In-Vehicle Infotainment Reference Design bietet Intel den Entwicklern von Infotainment-Systemen eine leistungsfähige, skalierbare und offene Plattform an. Sie liefert eine Vielzahl von Funktionen zur Unterhaltung und Information im Auto auf Basis des energieeffizienten Intel Atom Prozessors. Ein FPGA (Field Programmable Gate Array) sorgt dabei für die Anbindung an die Automotive-Welt etwa durch Bluetooth, eine Schnittstelle für Flash-Speicher oder den Support für MOST (Media Oriented Systems Transport), einen Standard für die Übertragung von Digital Audio und Video in Fahrzeugen.

 

Hersteller wie Harman Becker Automotive Systems oder Congatec haben mit Hilfe des Intel IVI Referenzdesigns so genannte Open Infotainment Plattformen entwickelt, welche die im Auto benötigten Qualitäts- und Zuverlässigkeitsstandards erfüllen. Diese sorgen nicht nur für Navigation und spielen alle Arten von Musik- und Videoformaten ab, sondern verbinden das Auto auch mit dem Internet. Ab 2012 wird Daimler ein Infotainment-System von Harman Becker mit dem Intel Atom Prozessor als Extra ab Werk für seine Fahrzeuge der C- und S-Klasse anbieten. Auch BMW entwickelt ein ähnliches System als Ausstattungsoption für sämtliche Fahrzeugfamilien - geplant ebenfalls ab 2012.

Um die Landschaft an IVI-Lösungen zu harmonisieren, kooperiert Intel eng mit ITK-Firmen wie Nokia, Automobilherstellern wie BMW oder Peugeot und Zulieferern wie Bosch, um einen Standard für IVI zu schaffen. Das Ergebnis ist GENIVI, die Linux MeeGo von Intel und Nokia als . Darüber hinaus definiert GENIVI Schnittstellen zu den Basisdiensten wie Sprachsteuerung, Bluetooth und Navigation. Dies erlaubt es innerhalb des GENIVI Frameworks z.B. die Navigationslösung auszutauschen oder eine Anwendung zur Verfügung zu stellen, die sprachgesteuert Navigationsdaten abgreift (Location Based Services).

 

Telematik-Plattform

Vernetzte Überwachungselektronik und Telematik-Lösungen werden für Fahrzeughersteller, Spediteure oder Busbetriebe immer wichtiger. Dahinter stecken eingebettete Systeme (Embedded Systems), die weitgehend unsichtbar für den Benutzer ihre Dienste verrichten. Aufbauend auf über 30 Jahren Erfahrung in der Embedded Branche liefert Intel dafür die passenden Lösungen mit unterschiedlichsten Spezifikationen auf Basis der Intel® Architektur.

 

Eines der neuesten Projekte im Rahmen dieser Embedded Lösungen ist die Telematik-Plattform Openmatics der ZF Friedrichshafen AG, einem der weltweit führenden Automobilzulieferkonzerne in der Antrieb- und Fahrwerktechnik, die Intel als Technologie-Partner unterstützt. Telematik bezeichnet die Verknüpfung von Informationen aus mindestens zwei separaten Informationssystemen (z.B. GPS-Orientierung und Flottenmanagement). Die gesammelten Daten werden mit Hilfe der Telekommunikation an eine Rechnerstation übertragen und dort aufbereitet.

 

Bisher bestimmen Insellösungen das Bild, die isoliert voneinander agieren und speziell auf einen Dienst oder einen Fahrzeughersteller zugeschnitten sind. Das Telematik-System Openmatics hingegen bündelt dagegen zahlreiche dieser Funktionen in einem einzigen Kommunikationssystem.  Es bietet eine herstellerunabhängige offene Hardware- und Software-Plattform für alle Telematik-Anwendungen. Daher lassen sich in das System künftige Software-Entwicklungen von Fahrzeugherstellern oder Drittanbietern integrieren. Anfang 2011 soll Openmatics in Serie gehen und zunächst in Stadtbus-Linien zum Einsatz kommen. Ähnlich wie beim Mobilfunk ist für 2011 ein App Shop geplant, in dem Kunden Telematik-Anwendungen - sogenannte Apps - von Drittanbietern kaufen können.

 

 

Openmatics besteht aus einer Hard- und einer Software-Komponente. Im Fahrzeug selbst ist eine On-Board-Unit installiert, deren Kernstück ein leistungsfähiger Intel® Atom™ Prozessor ist, mit dem die Box für alle gegenwärtigen und viele künftige Telematik-Leistungen gewappnet ist. Die On-Board-Unit des Openmatics- Systems sammelt alle Informationen, welche die im Nutzfahrzeug standardmäßig installierten Sensoren und Elektroniken über CAN (Controller Area Network)-Datenleitungen weitergeben. Das können Motor- und Getriebedaten sein, Fahrgastzahlen, Informationen über den Reifendruck oder besondere Vorkommnisse wie zum Beispiel Vollbremsungen.

 

Die On-Board-Unit sendet all diese Daten in Echtzeit via 3G, GPRS und WLAN an einen zentralen Server. Dort übernehmen Software-Applikationen die spezifische Auswertung und Aufbereitung der Daten. Autorisierte Benutzer können diese Auswertungen anschließend über ein Online-Portal abrufen.

 

Intelligente Verkehrs- und Fahrzeugtechnik

Neben In-Vehicle Infotainment und Telematik forscht Intel kontinuierlich an intelligenten Verkehrstechniken und am Auto der Zukunft, um Verkehrsunfälle zu vermeiden und allgemein die Sicherheit im Straßen- bzw. Schienenverkehr zu erhöhen. Die Palette der Anwendungen reicht dabei von intelligenten Straßensystemen, die mit Hilfe von Laser-Messgeräten und Spezialkameras das Reifenprofil von Fahrzeugen während der Fahrt messen, über Autos, die den Fahrer per Ansage oder ein Symbol auf der Videokonsole über eine neue Fahrsituation informieren (z.B. Glatteis etc.), bis hin zu intelligenter Straßenbeleuchtung, die mit Hilfe von Intel Technologien Energie spart. Kurzum: Autofahren wird künftig mit Embedded Lösungen komfortabler und vor allem sicherer.

 

Intelligente Straßen: Messung des Reifenprofils bei 120 km/h

Abgefahrene Reifen stellen ein Sicherheitsrisiko dar und sind eine häufige Ursache für Verkehrsunfälle, da sie zu einem längeren Bremsweg führen und das Steuern des Autos erschweren. Angesichts langer Wartungsintervalle heutiger Autos bieten sich Sensoren in Straßen an, welche die Profiltiefe von Reifen fahrender Autos selbst bei Geschwindigkeiten bis zu 120 km/h mit Laser-Technologie messen können.

Eine in die Straße eingebettete Digitalkamera erfasst die durch einen Laser abgetastete Oberfläche des Reifens; aus diesen Informationen wird ein 3D-Profil des Reifens erstellt. So ist es beispielsweise möglich, den Fahrer über ein Display am Straßenrand über die Profiltiefe der Reifen zu informieren - ähnlich wie es heute bereits bei der Geschwindigkeit in Ortschaften funktioniert. Ein Beispiel dafür ist das Reifenmess-System ProContour H3-D* für LKW, das mit Hilfe eines 1,2 GHz Intel® Core™ 2 Duo Prozessors die Profiltiefe eines Reifens in nur wenig mehr als zwei Millisekunden berechnet und die Daten per WLAN weitergibt.

 

Weniger Autounfälle durch Positionserkennung mit LED-Scheinwerfern

LED-Scheinwerfer (Leuchtdioden) bei Automobilen sind nicht nur energiesparend und langlebig; ihr sichtbares Licht könnte den Verkehr durch eine neue Methode zur Entfernungsmessung und Positionsbestimmung auch sicherer machen. Denn das sichtbare Licht der LEDs besitzt eine hohe Modulationsbandbreite, die zum Beispiel von Sensoren dafür genutzt werden kann, die aktuelle Position gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern zu ermitteln. Intel-Forscher hoffen, dass sich auf diese Weise Unfälle verhindern lassen, wenn das System andere Fahrzeuge meldet, falls sie sich im „toten Winkel“ befinden und so gerade für den Fahrer nicht sichtbar sind.

Intel hat bereits ein Patent auf die Positionsbestimmung durch sichtbares LED-Licht mithilfe mehrerer Sensoren beantragt. Die neue Technologie arbeitet mit allen bereits verbauten LED-Scheinwerfern zusammen.

 

Intelligente Straßenbeleuchtung mit Intel® Atom™ Prozessoren

Konventionelle Straßenlaternen verbrauchen sehr viel Strom. Bisherige Straßenlaternen kennen nur zwei Situationen: sie schalten sich bei Dämmerung ein und im Morgenrauen aus; zudem brennen die Lichter die ganze Nacht hindurch mit gleicher Leistung.

Intel forscht an einem Konzept für intelligente Straßenbeleuchtung, das eine flexible Kontrolle über die Beleuchtung jeder Laterne ermöglicht. Dazu ist jede Straßenlaterne mit einem Sensor ausgestattet, der drahtlos mit einem Netzwerk aus Zugangs-Gateways kommuniziert, die mit Intel® Atom™ Prozessoren arbeiten. Jedes Gateway lässt es sich so programmieren, dass es die Lichtleistung der entsprechenden Straßenlaternen den herrschenden Bedingungen anpasst – etwa Automobil- und Fußgängeraufkommen, dem Umgebungslicht und den Wetterbedingungen - um Strom zu sparen.. Das System erlaubt es zudem, jede einzelne Straßenlaterne proaktiv zu überwachen und schlecht funktionierende Lampen rechtzeitig auszuwechseln.

Intel (NASDAQ: INTC), das weltweit führende Unternehmen im Bereich Halbleiterinnovation, entwickelt Technologien, Produkte und Initiativen, um Leben und Arbeit der Menschen laufend zu verbessern. Weitere Informationen über Intel finden Sie unter www.intel.de/pressroom und http://blogs.intel.com.

 

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